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Geschäftsprozesse automatisieren: So sparen Unternehmen 30% manueller Arbeitszeit

2026-06-26·7 min Lesezeit

30 Prozent manueller Arbeitszeit einsparen – das klingt ambitioniert. Doch Untersuchungen zeigen, dass genau das für viele mittelständische Unternehmen realistisch ist, wenn sie anfangen, ihre Geschäftsprozesse systematisch zu digitalisieren und zu automatisieren. Das Gute daran: Es braucht keine komplette digitale Transformation auf einmal. Oft reichen gezielte Eingriffe in den richtigen Stellen, um sofort spürbare Entlastung zu schaffen. Dieser Artikel zeigt Ihnen, welche Prozesse sich besonders gut eignen, welche Werkzeuge helfen und wie der Einstieg gelingt.

Welche Prozesse sich für Automatisierung eignen

Nicht jeder Prozess lässt sich automatisieren – und nicht jeder sollte es. Die besten Kandidaten sind Aufgaben, die sich regelmäßig wiederholen, klaren Regeln folgen und bislang manuell erledigt werden. Typische Beispiele aus dem Mittelstand sind: das Weiterleiten und Kategorisieren von E-Mails, das Erstellen und Versenden von Angeboten und Rechnungen, die Pflege von Kundendaten in CRM-Systemen, die interne Weitergabe von Informationen zwischen Abteilungen sowie das Erstellen von Berichten auf Basis vorhandener Daten. Gemeinsam haben all diese Aufgaben: Sie kosten Zeit, sind selten anspruchsvoll, und ein Fehler schleicht sich leicht ein. Genau hier entfaltet Automatisierung ihren größten Nutzen.

Konkrete ROI-Beispiele aus der Praxis

Ein Handelsunternehmen mit 40 Mitarbeitenden automatisiert die Bestellbestätigungen, die bislang manuell per E-Mail verschickt wurden. Ergebnis: zwei Stunden Zeitersparnis täglich, weniger Fehler, schnellere Reaktionszeiten für Kunden. Eine Steuerberatungskanzlei implementiert eine automatisierte Dokumentenablage: Eingehende Unterlagen werden erkannt, sortiert und dem jeweiligen Mandanten zugeordnet. Ergebnis: das Team spart pro Woche mehrere Stunden Administrationsaufwand. Ein Dienstleistungsunternehmen automatisiert die wöchentliche Rechnungsstellung auf Basis von Zeiterfassungsdaten. Ergebnis: Die Buchhaltung ist am Ende jeder Woche fertig, ohne dass jemand daran sitzen muss. Diese Beispiele verdeutlichen: Automatisierung schafft keine Revolution über Nacht, aber sie bringt sofort spürbare Entlastung – und die summiert sich über Wochen und Monate zu echten Einsparungen.

Welche Tools wirklich helfen

Der Markt für Automatisierungstools ist groß, und die Auswahl kann überwältigend sein. Für den Einstieg empfehlen sich Werkzeuge, die sich ohne tiefes technisches Wissen bedienen lassen und gut mit bestehenden Systemen zusammenarbeiten. Plattformen wie Make (ehemals Integromat) oder Zapier ermöglichen es, verschiedene Softwarelösungen miteinander zu verbinden und Datenflüsse zu automatisieren – ganz ohne Programmierung. Wer tiefer einsteigen möchte, kann auf Microsoft Power Automate zurückgreifen, das besonders in Microsoft-365-Umgebungen stark integriert ist. Für umfangreichere Prozesse oder individuelle Anforderungen kommen maßgeschneiderte Lösungen mit KI-Komponenten ins Spiel. Entscheidend ist dabei nicht, das modernste Tool zu wählen, sondern das, das am besten zu Ihren Anforderungen und Ihrer vorhandenen IT-Landschaft passt.

Wie der Einstieg gelingt

Der häufigste Fehler beim Thema Automatisierung ist, zu groß zu denken. Wer mit einem riesigen Projekt startet, verliert sich schnell in Komplexität und sieht lange keine Ergebnisse. Besser: Klein anfangen, schnell Erfolge erzielen und dann ausbauen. Starten Sie mit einem einzigen Prozess, der Ihnen besonders viel Zeit kostet oder besonders fehleranfällig ist. Automatisieren Sie diesen Prozess, messen Sie das Ergebnis und lernen Sie dabei. Dann gehen Sie zum nächsten Prozess über. So entsteht Schritt für Schritt eine Kultur der kontinuierlichen Verbesserung – und das Team lernt, Automatisierung als Unterstützung und nicht als Bedrohung zu verstehen.

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